Die letzten Tage - viele Veränderungen - das VBS
Viele Dinge gehen mir durch den Kopf, wenn ich an die vor mir liegenden Tage denke. So manches auch rückblickend.
Am 14. August werde ich mich in ein Flugzeug setzen und mit diesem Augenblick das Jahr antreten für welches ich jetzt viele Monate gekämpft habe.
Direkt nach dem Abitur ging es los, mit Spenden sammeln, Briefe schreiben, Informationen einholen und der ein oder anderen schlaflosen Nacht. Oft schien das große Ziel “soziales Jahr” in weite Ferne zu rücken, denn auch Rückschläge waren in dieser Vorbereitungszeit unvermeidlich.
Jetzt sitze ich jedoch hier und weiß, dass es nur noch wenige Tage sind bis ich tatsächlich ausreisen werde. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl in dieser Position zu sein, denn zum Einen ist der Blick klar nach vorne gerichtet - all den Erlebnissen, Herausforderungen und Dingen, die man verwirklichen will, zugewandt aber ein weinendes Auge schaut auch zurück auf die Zeit, die bisher das Leben bestimmte. Man erinnert sich in diesen Tagen des Abschieds des Öfteren an all die schönen Momente, die man in seinem bisherigen Umfeld verbracht hat - wissend, dass vieles nie mehr so sein wird wie es einmal war.
Auf mein Jahr selbst könnte ich nicht besser vorbereitet sein. Durch das Spenden sammeln und die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Palästina - Talitha Kumi - “identifiziere” ich mich absolut mit dem was ich vorhabe und die letzen zwei Wochen, die ich bei einem furiosen Vorbereitungsseminar verbracht habe, haben mir ein sehr gutes Gefühl und eine Sicherheit im Bezug auf wise e.V. und all diejenigen gegeben die dieses Jahr mit mir antreten werden.
Uns wurde in diesen zwei Wochen ein durch und durch hilfreiches Programm geboten. Es gab unter vielem Anderen, Workshops mit einem Clown, der mit den “Clowns ohne Grenzen” arbeitet, welche probieren vor Allem in sozialen Bennpunkten durch ihre Präzenz neuen Mut zu schenken und ein Lächeln zu zaubern. Dieser gab uns kleine Anreize wie man eben diese Zuversicht mit Hilfe kleiner Tricks vermitteln kann. Andreas Zumach, Auslandskorrespondent der TAZ bei der UNO in Genf, vermittelte mit seinem unglaublichen Wissen und seinem Erfahrungsreichtum einen kleinen Einblick in die Problematik der schwindenden nachwachsenden Rohstoffe und referierte über globale Entwicklungen, die für uns alle sehr bedeutend sein werden.
Weiterhin arbeiteten wir viel mit verschiedensten Pädagogen, die uns an ihrem Repertoire an Erfahrungen teilhaben ließen und uns so einige Denkanstöße für mögliche Lösungsansätze gaben für all die Probleme die in unseren Projekten auf uns zukommen werden. Viele total engagierte Ehemalige, die dieses Jahr schon hinter sich gebracht haben, haben uns durch die Erfahrungen, die sie schon gemacht haben sehr viel erzählen können.
Auch über unsere Erwartungen und vieles Andere wurde intensiv gesprochen.
Vor allem unsere Gemeinschaft haben diese zwei Wochen sehr gestärkt. Das Gefühl, dass wir alle etwas leisten wollen in unserem Jahr und dafür alleine, aber auch gemeinschaftlich kämpfen werden (müssen) verbindet uns alle sehr.
Es stehen anstrengende letzte Tage an und vieles wird sich verändern in den kommenden Wochen - vielen Dank an Alle, die mich auf diesem Weg begleiten.
In memoriam
Andreas Gläser
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